Baustelle Karlsruhe (inkl. 1. Blog-Umfrage)

Wir befinden uns in einer dieser marginal witzigen Ärzteserien aus den USA. Ich nenne jetzt keine Namen um niemanden zu verletzen und um keine Leser zu vergraulen.
Patient Karlsruhe wird eingeliefert:
„Was haben wir hier?“
„Keine Ahnung Sir, aber der Patient blutet aus 1000 Löchern.“
„Das seh ich selbst!“
„Zudem haben wir ein riesen Chaos im Zentrum. Die Geschäftszellen werden nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt.“
„Wir legen sofort einen Bypass!“
„Schon vorhanden Sir, aber ebenfalls in schlechtem Zustand!“
„Dann brauchen wir  ein Wunder. Versorgt die offenen Stellen mit Kulturfolie und dann ab auf die Intensiv bis mindestens 2016!“

Wie es derzeit um Karlsruhe bestellt ist, geht sehr schön auf einer von der Stadt bereitgestellten Karte hervor (Karte). Kombilösung und zahlreiche Straßenbaustellen an Knotenpunkten wie Durlacher Tor, Tullastraße oder auch auf dem von Fahrradfahrern stark frequentieren Zirkel machen einem das Leben gerade etwas schwer. Wir dürften uns aber nicht höhere Lebewesen nennen, wenn wir nicht so anpassungsfähig wären um auch hiermit klar zu kommen. Ich habe daher mal ein Ranking erstellt und die verschiedenen Fortbewegungsmittel innerhalb der Stadt gegeneinander ausgelotet.

Platz 4 – Auto
Derzeit ganz klares Schlusslicht ist der PKW. Baustellen und Ampeln sorgen für erhebliche Wartezeiten bei einer Fahrt durch Karlsruhe. Bahn- und Fahrradfahrer haben ständig Vorfahrt und die Benzinpreise geben dem Vielfahrer den Rest. Wer noch im Stadtkern parken muss sollte über ein solides Nervenkostüm verfügen. Auf die Klimaerwärmung möchte ich hier gar nicht eingehen…

Platz 3 – Zwei Füße
(Anm.: Der Fuß fängt bei mir ab der Hüfte an – sorry)
(weitere Anm.: Ein Fuß hat es nicht in die Top4 geschafft)
Sich auf seine eigenen Füße zu verlassen bringt natürlich eine erhöhte Flexibilität im Innenstadtbereich und spart Kosten. Es stehen einem quasi alle Wege offen. So wirklich schnell und entspannt kommt man jedoch nicht voran. Die vielen Baustellen in der Innenstadt sorgen für viele Menschen an engen Stellen. Wenn davon nur einer im Schaufenster die neusten Herrenhütte für rüstige Renter anschauen möchte, kommt man sich vor wie zur Rush Hour auf dem Times Square. Bei weiten Strecken und schlechtem Schuhwerk sollte man zudem immer ein Ersatzknie parat haben. Auch ist man immer das schwächste Glied im Verkehr und eine rot-grün Blindheit an der Fußgängerampel oder zwei sich passierende Straßenbahnen, die sich gegenseitig verstecken, waren schon das Ende eines manchen ehrbaren Fußgängers.

Platz 2 – Die Bahn
Die Bahn kommt oder aber auch nicht. Wenn nicht gerade mal wieder gestreikt wird, irgendein ehrbarer Fußgänger beim Versteckspiel verloren hat oder aber Ersatzfahrpläne gelten von denen man keine Ahnung hat, ja dann ist die Bahn ein probates Mittel um durch die Stadt zu kommen. Vorallem werktags ab 18Uhr und am Wochenende macht die kostenlose Fahrt mit dem Studiausweis dieses Verkehrsmittel attraktiv. Wer von einer wilden Feier kommt weiß es auch zu schätzen sich von nüchternen Mitbürgern chauffieren zu lassen. Ein Kritikpunkt, der mich zu Platz 1 bringt – die Bahnen des KVV haben keine Klimaanlagen, was im Sommer ziemlich unangenehm ist. Frisch geduscht im Hemd zur Uni und dort gleich den Wet-T-shirt-Contest gewonnen. Da bleibt nur eines…

Platz 1 – Das Fahrrad
– Die selbsternannte Fahrradstadt bändigt man einfach am besten mit…. ?
– Ja Fritzchen in der ersten Reihe.
– … dem Fahrrad?
– Richtig!
Fast so flexibel wie der Fußgänger (zumindest unter nicht-Einhaltung der StVO), fast so schnell wie das Auto und durch den Fahrtwind im Sommer gefühlt kühler als die Bahn. In Karlsruhe macht die Fahrt mit dem Velo noch richtig Freude. Überall extra Fahrradwege, eigene kleine süße Abbiegespuren und sogar Ampeln nur für die Radler. Wo keine Radwege sind wie in der Fußgängerzone, verhält man sich einfach unauffällig wie eine Bahn und fährt entlang der Schienen (Achtung – verboten). Was neben dem Wissen um diese wunderbare Situation in Karlsruhe wichtig ist, ist das die Autofahrer über ähnliches Wissen verfügen. Jede Fahrradspur ist nur so toll, wie sie bei den Autofahrern im Rückspiegel Beachtung findet. Knautschzone und Airbags sind am Fahrrad nicht sonderlich stark ausgeprägt.

Und diesen ganzen Artikel hab ich nur geschrieben um nun ein paar interaktive Features in den Blog einbauen zu können. Ein Novum hier und ein weiter Schritt in Richtung mediales Machtinstrument in Karlsruhe. Nehmt euch einfach kurz Zeit für die erste Blog-Umfrage!

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